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Arbeitskreis Laizismus der Linken NRW fordert Entklerikalisierung

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Während sich bei der SPD der Arbeitskreis der Laizisten an der Parteispitze die Zähne ausbeißt und auch die Grünen angesichts aktueller Grün-Schwarzer Planspiele die Chance nicht nutzen zu wollen scheinen, sich ein großes und weiter wachsendes säkulares Wählerpotenzial zu erschließen, tut sich was bei den Linken:

DÜSSELDORF. (hpd) Die LAG Laizismus in der LINKEN.NRW hat auf ihrer ersten Mitgliederversammlung in Düsseldorf einstimmig 32 konkrete Forderungen zur Entklerikalisierung der Gesellschaft beschlossen. Die Forderungen werden als Antrag für das Bundeswahlprogramm der LINKEN eingebracht.
http://hpd.de/node/14532

Auch die Piraten haben irgendwo in dem Wust ihrer Beschlüsse laizistische Forderungen erhoben, und wahrscheinlich auch irgendwo in einem oder mehreren Parteiprogrammen untergebracht oder so. Mal sehen, vielleicht mausern sie sich ja noch irgendwann zu einer richtigen Partei, bei den Grünen hat das ja auch lange genug gedauert. Wir werden sehen, was bis dahin aus ihrem Laizismus geworden sein wird; eine stabile Mehrheit für diese Position steht bei ihnen ja.

Von den beiden - Linken und Piraten - abgesehen, tut sich nichts konkretes in Richtung Laizismus, auch wenn es unterschwellig kräftig gärt. Ob sich die FDP nochmal von ihrem Sterbebett aufrafft, ist derzeit nicht abzusehen (eher nicht - Friede ihrer Asche), die CDU/CSU hat sich ohnehin auf den absteigenden Ast der christlichen Werteordnung festgelegt und wird daher in den kommenden Jahrzehnten mit einem schrumpfenden Wählerpotenzial auskommen müssen.

Wir werden sehen, wer von den anderen rechtzeitig die Kurve kriegt: Das säkulare Spektrum geht in kräftigen Schritten auf die 40%-Marke (Anteil der Konfessionsfreien in Deutschland) zu und wird sie in den nächsten paar Jahren übersteigen, die 50% folgen dann rasch, 10-15 Jahre höchstens noch. In fast(?) allen Großstädten sind bereits 50% überschritten, inkl. so "konservativer" Städte wie Stuttgart und München. Kaum 20% der Kinder werden dort noch (zwangs-)getauft, der bislang automatisch entstehende Nachwuchs schrumpft dramatisch - aus Sicht der Kirchen natürlich. Aus Sicht der säkularen, humanistischen, freidenkenden, atheistischen, naturalistischen, ... Menschen ist das alles eine äußerst erfreuliche Entwicklung. Vielleicht kommen wir ja doch noch im 21. Jahrhundert an, bevor es zu Ende geht...

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